Wie lässt sich Nachhaltigkeit im Labor umsetzen? Dieser Frage haben sich sieben Labore der tirol kliniken im Pilotprojekt „my green lab“ gewidmet – mit großem Erfolg: Für die erarbeiteten Maßnahmen wurden sie mit dem 1. Platz beim Innovations- und Nachhaltigkeitspreis 2026 des Österreichischen Verbands Grüner Krankenhäuser (OVGK) ausgezeichnet.
Nachhaltigkeit im Labor: Ausgezeichnetes Green-Labs-Projekt
„Unser Ziel war von Beginn an, Nachhaltigkeit fest im Laboralltag zu verankern und nicht als Zusatzaufgabe zu denken“, betont Beate Steinlechner, die den Preis stellvertretend für das Projektteam in Eisenstadt entgegen nahm.
Die Auszeichnung zeigt, dass viele kleine, gemeinsam gesetzte Schritte eine große Wirkung entfalten können – und dass es an uns allen liegt, solche positiven Veränderungen voranzutreiben.
Die Freude über die Auszeichnung ist groß: Ein ganzes Jahr lang haben sieben Labore der tirol kliniken daran gearbeitet, Ressourceneinsatz und Laborprozesse nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Dabei wurden nicht nur Potenziale identifiziert, sondern vor allem konkrete Maßnahmen umgesetzt.
Die Fachjury würdigte das Projekt als „wahres Leuchtturmprojekt“ für nachhaltige Labore im Gesundheitswesen und zeichnete es mit dem ersten Platz aus.
Konkrete Maßnahmen in Laboren der tirol kliniken

Im Pilotprojekt an den Standorten Innsbruck, Hall, Natters und der fh gesundheit wurden zahlreiche nachhaltige Maßnahmen umgesetzt:
- Wiederverwendung von Versandmaterial
- Einsatz von „Lab Armor Beads“ zur energieeffizienten Kühlung von Laborproben
- Reduktion energieintensiver Geräte (z. B. Eismaschinen)
- Verwendung umweltfreundlicher Chemikalien
Noch ein Beispiel ist die Färbelösung „Blauer Jonas“, die als umweltfreundliche Alternative zur klassischen „Coomassie-Brillant-Blau“-Färbung eingesetzt wird. Die Vorteile in Umweltverträglichkeit, Färbeergebnis und Wirtschaftlichkeit haben dazu geführt, dass die beteiligten Labore ihre Prozesse entsprechend umstellen.
Gemeinsam nachhaltiger

Inzwischen ist aus dem Pilotprojekt die Arbeitsgemeinschaft „ARGE Green-Labs“ entstanden (Leitung: Heidemarie Schimatzek, Studiengangsleitung Biomedizinische Analytik an der fh gesundheit). Das Ziel der Arbeitsgruppe ist es, nachhaltige Laborprozesse weiterzugeben und auf weitere Labore auszuweiten.
Projektkoordinatorin Chiara Fahrthofer (Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement) betont:
Der Austausch ist für uns sehr wichtig und wir wollen zum Nachmachen anregen. Viele Themen sind für alle Labore ähnlich – es geht darum, Energie- und Wasserverbrauch zu senken, Abfälle zu reduzieren und Arbeitsprozesse bewusster zu gestalten.
Nachhaltige Effekte: Weniger Abfall, weniger CO₂
Die umgesetzten Maßnahmen zeigen bereits konkrete Wirkung. Jährlich werden eingespart:
- mindestens 500 Kilogramm Abfall
- rund 4.500 Müllsäcke
- etwa 5.000 Kilowattstunden Strom
- mindestens eine Tonne CO₂–Äquivalente
Das Projektteam hat Nachhaltigkeit strukturell in den Laboralltag integriert. Es gibt inzwischen außerdem feste Ansprechpersonen und eine gemeinsame Good-Practice-Sammlung.
Weiterführende Informationen zur Nachhaltigkeit
Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in den tirol kliniken finden Sie auf der Unternehmenswebseite. Hier geht’s außerdem zum Pressetext „Auszeichnung für Green-Labs„.


