Radiologietechnologie: Ein Beruf zwischen Technik und Patient:innen

Radiologietechnologie: Ein Beruf zwischen Technik und Patient:innen

Es gibt viele Gründe, eine Karriere im Gesundheitsbereich einzuschlagen. Zukunftssicherheit, der persönliche Kontakt mit Menschen und vielfältige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind nur ein paar davon.

Ein besonderes Berufsfeld liegt im Bereich der Radiologietechnolgie. Als Schnittstelle zwischen Technik, Medizin und Patient:innen haben Radiologietechnolog:innen einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag mit großer Verantwortung, fachlichem Know-How und Patient:innen-Kontakt.

Zu welcher Berufsgruppe gehört die Radiologietechnologie?

Medizinisch-therapeutisch-diagnostische Gesundheitsberufe (kurz MTDG) sind für die Diagnostik und Therapie von Patient:innen unerlässlich. Sie bieten besonders viele Möglichkeiten für alle, die sich einen Beruf mit Sinn, Verantwortung, Flexibilität und Aufstiegschancen wünschen. Zu den Medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufen gehören folgende Berufsgruppen:

  • Biomedizinische Analytiker:innen
  • Diätolog:innen
  • Ergotherapeut:innen
  • Logopäd:innen
  • Orthoptist:innen
  • Physiotherapeut:innen
  • Radiologietechnolog:innen 

Die Radiologietechnologie ist also einer von sieben Fachbereichen der MTDG und umfasst Methoden der Radiologie, der Nuklearmedizin und derStrahlentherapie.

Welche Aufgaben übernehmen Radiologietechnolog:innen im Krankenhaus?

Radiologietechnolog:innen (kurz: RT) planen und führen eigenverantwortlich radiologische Untersuchungen und Behandlungen durch und begleiten Menschen aller Altersstufen bedürfnisorientiert durch Diagnostik und Therapie. Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Ärztinnen und Ärzten, Hightech-Geräten und Patient:innen.

Eine Radiologietechnologin begleitet ihre Patientin im LINAC.

Die Balance zwischen medizinisch-technischen Methoden und dem direkten Kontakt mit Patient:innen macht den Arbeitsbereich interessant für Personen, die technische und soziale Komponenten verbinden möchten.

Sind Radiologietechnolog:innen verstärkt Strahlung ausgesetzt?

Der Strahlenschutz hat im radiologischen Alltag oberste Priorität! Radiologietechnolog:innen arbeiten zwar mit ionisierender Strahlung, sind dabei jedoch nicht ungeschützt und keiner erhöhten gesundheitlichen Gefährdung ausgesetzt – sofern die geltenden Sicherheits- und Strahlenschutzmaßnahmen eingehalten werden.

Radiologietechnolog:innen sind speziell dafür ausgebildet, Strahlenanwendungen nach dem ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable – so gering wie vernünftigerweise möglich) durchzuführen. Moderne Geräte, bauliche Schutzmaßnahmen, Abschirmungen sowie persönliche Dosimeter sorgen dafür, dass die Strahlenexposition laufend überwacht und streng begrenzt wird. In der Praxis liegt die berufliche Strahlenbelastung von Radiologietechnolog:innen in der Regel deutlich unter den gesetzlich festgelegten Grenzwerten. Viele Tätigkeitsbereiche – etwa Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) – kommen sogar gänzlich ohne ionisierende Strahlung aus.

Zusätzlich finden regelmäßige Schulungen, Kontrollen und arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen statt, um ein höchstmögliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten.

Wo sind Radiologietechnolog:innen am Landeskrankenhaus Univ.-Kliniken Innsbruck im Einsatz?

Vom Ultraschall bis zur Strahlentherapie sind Radiologietechnolog:innen am Landeskrankenhaus Univ.-Kliniken Innsbruck vielerorts im Einsatz:

  • Die Univ.-Klinik für Radiologie bietet Radiologietechnolog:innen das gesamte Spektrum der modernen bildgebenden Diagnostik – von  CT, MRT, Mammographie, Ultraschall und weiteren High-End-Modalitäten wie Stereoradiographie bis hin zur interventionellen Radiologie mit Angiographie, spezialisierter Schmerztherapie und interventioneller Onkologie.
  • Die Univ.-Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ist die einzige radioonkologische Institution in Tirol. Radiologietechnolog:innen führen CT-Untersuchungen durch, erstellen den Bestrahlungsplan für Patient:innen und führen die Bestrahlungen durch.
  • Die Univ.-Klinik für Nuklearmedizin stellt die nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie im interprofessionellen Team sicher. Radiologietechnolog:innen führen Untersuchungen im Pet/CT und der konventionellen Diagnostik durch, um auch die Voraussetzungen von Therapien zu gewährleisten. Sie sind außerdem verantwortlich für die Herstellung von Radiopharmaka.
  • Die Univ.-Klinik für Innere Medizin (Invasive Kardiologie) führt interventionelle Herzkatheter-Eingriffe durch, versorgt akut Herzinfarkte und bietet außerdem elektrophysiologische Behandlungen bei Herzrhythmusstörungen an.
Bei der Angiographie werden Gefäße mittels radiologischer Bildgebung dargestellt.

Der rasche technische Fortschritt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team und laufende Forschungstätigkeiten prägen den Arbeitsalltag in allen Einsatzbereichen. Gleichzeitig bieten die tirol kliniken Jobsicherheit, flexible Zeitgestaltung und ein attraktives Gehalt. Aktuell sind am Landeskrankenhaus Universitätskliniken Innsbruck 181 Personen in der Radiologietechnologie tätig. (Stand 2026-01)

Wie sieht die Arbeit im Herzkatheterlabor aus?

Im Herzkatheterlabor finden minimalinvasive Untersuchungen und gleichzeitig Behandlungen des Herzens statt. Personen, die an koronaren oder strukturellen Herzerkrankungen wie beispielsweise Durchblutungsstörungen, Herzklappendefekten oder Verschlüssen der Herzkranzgefäße leiden, werden mittels eines Katheters, der über Leiste, Ellenbeuge oder Handgelenk eingeführt wird, behandelt.

Radiologietechnolog:innen arbeiten im Herzkatheterlabor in einem multiprofessionellen Team. Sie sind verantwortlich für die Bildgebung und den Strahlenschutz, unterstützen bei den Eingriffen und übernehmen die Dokumentation.

Welche Ausbildung haben Radiologietechnolog:innen?

Um in MTDG-Berufen tätig zu sein, ist eine akademisch Ausbildung mit theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalten grundlegend.Mit dem AZW und der fh gesundheit bieten die tirol kliniken erstklassige Ausbildungseinrichtungen in unmittelbarer Nähe.

Die Radiologietechnologie ist ein dreijähriges Studium mit einem Bachelor of Science-Abschluss und einer Berufsberechtigung. Die Studierenden lernen medizinische Grundlagenfächer, konventionelle Radiologie, Schnittbildverfahren (Computertomographie, Sonographie etc.), Nuklearmedizin und vieles mehr. Die Ausbildung ist modular aufgebaut und setzt sich zu zwei Dritteln theoretischen Inhalten und einem Drittel praktischen Inhalten an den tirol kliniken.

Wie kann ich Radiologietechnologe oder -technologin an den Innsbrucker Universitätskliniken werden?

Wir sind immer auf der Suche nach gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeiter:innen im Bereich der Radiologietechnologie. Über das Karriere-Portal der tirol kliniken können Sie sich auf offene Stellen, aber gerne auch initiativ, bei uns bewerben: karriere.tirol-kliniken.at 

KONTAKT:
Tirol Kliniken GmbH
Anichstraße 35, 6020 Innsbruck
Tel.:
050 504-25987
E-Mail:
ebr@tirol-kliniken.at
karriere.tirol-kliniken.at